Psychoneuroimmunologie und Weiblichkeit

Die Psycho-neuro-endokrino-immunologie, kurz PNI,  ist eine neue Forschungsrichtung, die sich mit der Wechselwirkung der Psyche, des Nervensystems, des Immunsystems und des Hormonsystems beschäftigt. Die Wissenschaftler dieser Fachrichtung haben begonnen, die einzelnen Systeme des Organismus nicht mehr getrennt zu betrachten, sondern sie erforschen die gegenseitige Beeinflussung dieser Systeme.

Der Mensch wird also als komplexes „Netzwerk“ gesehen und nicht mehr in Einzelteilen analysiert. Psyche, Nervensystem, Hormonsystem und Immunsystem stehen in sehr viel engerem Informationsaustausch, als man bis vor wenigen Jahren angenommen hatte und diese Systeme können voneinander lernen! Durch diese Forschungen wurde erstmals wissenschaftlich nachweisbar, dass Gefühle und folglich auch psychotherapeutische Prozesse sich direkt auf körperliche Funktionen auswirken. Körper und Psyche sind nicht mehr voneinander trennbar!

Ein zentraler Begriff in der PNI ist der Stress. Dieser wird definiert als physische oder psychische Belastung, die eine Anpassungsreaktion erfordert.

Die PNI geht davon aus, dass  Stress krankheisterzeugend wirken  kann oder auch Krankheit erhaltend und  dadurch ein Heilungshindernis darstellen kann. Auch Regelvorgänge im Körper wie die Selbstheilungskräfte können durch Stress blockiert werden. Dies nennt man eine „pathogene“ Wirkung von Stress.

Ob Stress eine solche pathogene Wirkung  im einzelnen Menschen entfaltet ist abhängig von mehreren Bedingungen. Zum einen von Dauer und Intensität der Einwirkung einer Belastung, zum anderen von den individuellen Möglichkeiten des Menschen, die Stress auslösende Situation zu bewältigen oder aufzulösen. Hierbei kommt auch die Resilienz*  eines Menschen zu Tragen. Darüber hinaus spielen auch die Ressourcen eines Menschen eine Rolle. Ressourcen umfassen sowohl die psychosozialen Aspekte wie Unterstützung innerhalb einer Gemeinschaft  (Familie, Freundinnen, Arbeitsplatz) als auch die physische Grundstruktur eines Menschen (Vorerkrankungen, Trainingszustand, Ausdauer, Ernährungszustand etc.)

Auf dem Boden der neusten Stressforschung lassen sich auch neue Ansätze zur Wiederherstellung der Gesundheit, bzw. zum Erhalt der Gesundheit im Sinne der Prävention ableiten. Die Gefühle, Emotionen eines Menschen bekommen durch diese Forschungen eine weitaus größere Bedeutung als bislang in der klassischen Medizin angenommen. Dies liest sich wie eine Bestätigung des alten chinesischen Wissens.

Der Verein ist stets bereit, seine Arbeit den neusten Erkenntnissen aus Forschung und Wissenschaft, wie denen der PNI, anzugleichen und nach ihnen auszurichten. Daraus entstehen äußerst wirkungsvolle, sich ständig wandelnde Methoden und Techniken, die Du zu Hause ausprobieren und für Dich und Deine Prozesse nutzen kannst.

*als Resilienz bezeichnet man die Fähigkeit eines Menschen, sich selbst wieder ins innere Gleichgewicht zu bringen und es auch zu halten.