Musculo-Skelettale-Medizin

MSK-Musculo-Skelettale Medizin

Die Grundlagen der  Musculo-Skelettalen-Medizin basieren auf Behandlungstechniken der Orthomanipulation. Diese wurden 1965 durch die niederländische Ärztin , Frau M. Sickesz entwickelt und sind in Deutschland noch relativ unbekannt. Sie stellte fest, dass kleine Abweichungen der Stellung von Becken und Wirbelsäule bereits erhebliche Beschwerden des Haltungs- und Bewegungsapparates verursachen können. 

Sie stellte ebenso fest, dass es sich hierbei um kleine korrigierbare Abweichungen handelt.

Sie ging davon aus, dass der Haltungs- und Bewegungsapparat ursprünglich symmetrisch angelegt ist. Im Laufe des Lebens kann diese Symmetrie gestört werden und aus dem Gleichgewicht kommen (Fallen, Stolpern, Verheben, einseitige Haltung , einseitige Belastungen, einseitiges Training). Auch größere Krafteinwirkungen wie bei Unfällen können das Gleichgewicht stören. Es folgen Spannungen an der Muskulatur oder an den Sehnen-/Ansätzen und Bändern. Der Druck auf bestimmte Anteile der Gelenke und Bandscheiben kann zunehmen und das Nervensystem kann irritiert werden. 

Unterschiedlichste Beschwerden können so entstehen.
Am häufigsten sind Rücken-Nacken- und Kopfschmerzen. Aber auch Beschwerden an den Armen und Beinen, allgemeine Gelenkbeschwerden können so entstehen.  Eine weitere Besonderheit ist, dass auch Beschwerden, die üblicherweise dem Bereich der Inneren Medizin zugeschrieben werden, wie Bauchschmerzen oder Atembeschwerden durch diese leichten Fehlstellungen ausgelöst werden können.

Die Wirbelsäule gilt nicht umsonst als eine der entscheidenen Trägerinnen für unsere körperliche und geistige Gesundheit.
Und spätestens seit dem engl. Neurologen Sir Henry Head, 1861–1940, wissen wir um die Verbindung der einzelnen Wirbelsäulen-Segmente zu dem gesamten Körper-Hautsystem und zu einzelnen Organen.

Bei der Untersuchung wird das Hauptaugenmerk gelegt auf die Stellung der Gelenkflächen zueinander und auf die Stellung von Becken und Wirbelsäule. Dies geschieht durch eine sorgfältige Inspektion, Palpation und klinisch orthopädische Tests. Röntgenfotos werden nicht gemacht. Einer speziellen Methodik folgend  wird anschließend die Wirbelsäule korrigiert. Hierbei nimmt der Patient unterschiedliche Positionen ein, als Hilfsmittel dienen Lagerungskissen. Je nach Befund können nicht immer alle Fehlstellungen in einer Sitzung korrigiert werden. Eine Linderung der Beschwerden tritt in der Regel innerhalb von 1 bis 3 Tagen auf.

Headsche Zonen
benannt nach dem engl. Neurologen Sir Henry Head, 1861–1940
Hierbei handelt sich um Zonen, d.h. abgrenzbare Bereiche der Haut, deren Nervenversorgung jeweils einem Rückenmarkssegment zugeordnet ist.
Diese Haut-Zonen stehen in Zusammenhang mit bestimmten inneren Organe, die über dieselben Rückenmarkssegmente versorgt werden. So wird erklärt, warum Schmerzempfindungen, die von inneren Organen ausgehen, aufgrund der nervlichen Verschaltung im Rückenmark auf einer bestimmten Höhe der Wirbelsäule auf entsprechenden Hautareale projiziert werden. In der Medizin wirf dies als übertragener Schmerz bezeichnet. Diese Zusammenhänge werden für eine Vielzahl von Therapie und Diagnostik bereits erfolgreich eingesetzt. Als Beispiele sind hier Bindegewebsmassagen, das Schröpfen und Akupunktur zu nennen. In der Diagnostik kennen wir die ausstrahlenden Schmerzen im linken Arm als Kriterium des Herzinfarktes oder der Angina Pectoris oder die Schmerzen der rechten Schulter bei Gallenkoliken.