Chinesische Medizin und Weiblichkeit

Die Chinesische Medizin ist eine Jahrtausende alte  medizinische Tradition. Als wichtigste Grundlage des Lebens gilt das Qi,die universelle Lebensenergie.

In der Chinesischen Medizin kennen wir zwei Manifestationen von Qi : Yin und Yang.

Das Weibliche ist hier ein Aspekt des Yin. Yin und Yang ergänzen sich in stetigem Wandel. Dabei ist Yin das Dunkle, die Materie, der Mond, die Nacht, die Kälte, der Schatten – oder im chinesischen Schriftzeichen: die im Schatten liegende Seite eines Berges. Das Yang ist die von der Sonne beschienene Seite des Berges. Dem Yin ist auch das Innen und die Empfänglichkeit zugeordnet.

In unserer westlichen Welt ist das Yin häufig negativ besetzt. Oft versuchen wir, das Yin zu vermeiden, um mehr Yang zu haben. Wir sind lieber aktiv, im Außen, auf der „Sonnenseite“. Für die Gesundheit eines Menschen ist es wichtig, dass Yin und Yang ausgeglichen sind. Ohne Schatten gibt es kein Licht und umgekehrt. Leben wir zu viel Yang, entstehen Symptome. Viele Menschen erleben das als Stress, Anspannung, innere Unruhe oder schließlich sogar Krankheiten. Spätestens diese fordern uns auf, unsere beiden Anteile wieder in Einklang zu bringen. Die genaue Kenntnis dieser beiden Anteile ist dabei hilfreich.

Für Frauen ist der Körper und die Intuition, das „ Bauchgefühl“,  der Zugang zum  Yin.

Neben der Überbetonung des Yang sind blockierte Emotionen  der wichtigste Grund, warum Yin und Yang aus dem Gleichgewicht geraten. Emotionen entstehen aus den Bewertungen unserer Gefühle.* Blockierte Emotionen entstehen beispielsweise durch Schicksalsschläge, traumatische Erlebnisse, Konflikte und Überforderung. In den Fortbildungen, Gruppen und Seminaren des Vereins dürfen blockierte Energien aufzusteigen, um bewältigt zu werden. Dabei werden  Methodenvermittelt, wie wir auch im Alltag im Fluss mit unseren Gefühlen sein können und so Yin und Yang ausgeglichen bleiben.

*Ein Gefühl entsteht durch unsere Sinneswahrnehmungen. z.B. da ist Wärme, da ist Hunger oder auch da ist Enge(Angst). Ein Gefühl ist ohne Bewertung. Das Bewusstsein stellt fest, was da ist, ohne Urteil darüber, ob das gut oder schlecht, angenehm oder unangenehm ist. Es ist einfach so.

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